Warum nehme ich nicht ab? Häufige Fehler beim Abnehmen

Der Entschluss für weniger Kilos auf der Waage ist gefasst und doch will es mit dem Abnehmen nicht so recht klappen. Kommt Ihnen das bekannt vor? Damit sind Sie nicht alleine – denn viele Menschen stellen sich die Frage „Warum nehme ich nicht (mehr) ab?“. Was die häufigsten Fehler beim Abnehmen sind und warum man oft trotz Sport und Diät nicht abnimmt, erfahren Sie hier!

Welche Fehler beim Abnehmen in der Ernährung lauern

Warum nehme ich nicht ab: Orangensaft mit viel Zucker kann ein Abnehmfehler sein

Über Lebensmittel nimmt der Körper Energie auf – was überschüssig ist, speichert er in Form von Fett für schlechte Zeiten. Kein Wunder also, dass die Antwort auf die Frage „Warum nehme ich nicht ab?“ oft in der Ernährung zu finden ist. Häufige Stolpersteine sind zum Beispiel:




  • Versteckte Dickmacher
    Obst ist gesund, keine Frage. Gesunde Ernährung muss jedoch nicht in jedem Fall kalorienarm sein. So kann zum Beispiel Fruchtsaft je nach Sorte viel Zucker enthalten. Trockenobst und Nüsse erfreuen sich – im Vergleich zu Schokolade und Chips – ebenfalls eines guten Rufs. In Maßen verzehrt stimmt das auch. Allerdings enthalten sie dennoch viele Kalorien und können als versteckte Dickmacher im Übermaß die Antwort auf die Frage sein „Warum nehme ich nicht ab?“.
  • Light-Produkte
    Wer abnehmen möchte, erliegt möglicherweise der Versuchung, zur Gewichtsreduktion zu fett- oder zuckerreduzierten Light-Produkten zu greifen statt zu normalen. Auf den ersten Blick erscheint das auch sinnvoll und kann durchaus zum Erfolg beim Abnehmen beitragen. Light-Produkte haben jedoch gleich mehrere Haken: Fettreduziertes Eis gehört beispielsweise auch als Light-Variante noch zu den kalorienreichen Lebensmitteln. Eine weitere Fehlerquelle: Bei manchen fettreduzierten Lebensmitteln, wie Frucht-Joghurt, ist vermehrt Zucker enthalten – dem Geschmack zuliebe. Zu guter Letzt verleiten Light-Produkte dazu, mehr zu essen oder zu trinken. Der Grund: Die Menge an gesparten Kalorien wird oft überschätzt, infolge des guten Gewissens landet bei vielen Menschen dann mehr auf dem Teller. Am Ende hat man dann oft sogar mehr Kalorien aufgenommen als man es bei gewöhnlichen Produkten getan hätte. Auch Light-Produkte stellen folglich einen möglichen Grund dar, warum man trotz Diät nicht abnimmt.

Mitunter schleichen sich in der Ernährung auch alte Gewohnheiten wieder ein, die man eigentlich ablegen wollte, zum Beispiel nachmittags zu einem ungesunden Snack zu greifen. Um das zu verhindern, ist ein Ernährungsplan sinnvoll. Darin können Sie die Haupt- und Zwischenmahlzeiten für eine Woche im Voraus planen und reduzieren so das Risiko, wieder in alte Ernährungsmuster zurückzufallen – ein häufiger Fehler beim Abnehmen.

Auch das „Wie“ ist entscheidend
Nicht nur was wir essen, sondern auch wie wir das tun, kann entscheidend auf unser Gewicht Einfluss haben. Besonders Ablenkung beim Essen wie nebenbei fernzusehen oder zu lesen ist problematisch, denn dabei stellt sich das Sättigungsgefühl oft erst mit Verspätung ein. In der Folge isst man mehr, als eigentlich nötig gewesen wäre. Das wiederum kann zu Übergewicht führen und das Abnehmen erschweren.

Warum nehme ich nicht (mehr) ab? Lebensgewohnheiten unter der Lupe

Nicht nur die Ernährung, auch die Art, wie wir unser Leben führen und unsere Mahlzeiten einnehmen, kann großen Einfluss darauf haben, warum man nicht abnimmt. Das zu unterschätzen ist ein möglicher Fehler beim Abnehmen. So kann Sport und allgemein regelmäßige Bewegung auf verschiedene Weise Einfluss auf das Gewicht haben:

  • Muskeln sind schwerer als Fett: Sie machen regelmäßig Sport, zum Beispiel zwei Mal in der Woche für dreißig Minuten, und stellen sich dennoch die Frage: Warum nehme ich nicht ab? Das kann daran liegen, dass Muskeln schwerer sind als Fettgewebe. Sie reduzieren durch sportliche Betätigung Ihr Körperfett, nur zeigt sich das nicht auf der Waage, weil sich zugleich mehr Muskeln bilden.
  • Kalorienverbrauch oft überschätzt: Sport ist gesund und hilft beim Abnehmen – dieses Mantra kennt vermutlich jeder, der schon einmal versucht hat, einige Kilos zu verlieren. Gerade Sport-Neulingen passiert jedoch leicht der Fehler, den Kalorienverbrauch durch Sport zu überschätzen. Sie greifen dann nach dem Training guten Gewissens zu fett- oder zuckerreichen Lebensmitteln und nehmen in der Folge trotz Sport nicht ab – oder sogar zu.

Neben Sport können auch Schlafmangel und Stress die Antwort auf die Frage sein, warum man nicht abnimmt. In einer US-Studie wurde festgestellt, dass zwischen Schlafmangel und Übergewicht tatsächlich ein Zusammenhang besteht: Wer zu wenig schläft, bekommt dadurch ein stärkeres Hungergefühl und mehr Appetit – vor allem auf kalorienreiche Lebensmittel.

Stress besitzt gleich zwei Möglichkeiten, Einfluss auf das Gewicht zu nehmen:

  • Zum einen neigen viele Menschen dazu, sich bei Stress durch leckere Lebensmittel wie Schokolade oder andere Snacks zu belohnen oder zu beruhigen.
  • Zum anderen schüttet der Körper bei Stress vermehrt das Hormon Cortisol aus, das unter anderem den Fettstoffwechsel und den Blutzucker beeinflussen kann. Ist der Cortisol-Wert zu hoch, kann das Übergewicht zur Folge haben oder der Grund dafür sein, warum die Kilos nicht verschwinden wollen.

Wer sich fragt „Warum nehme ich nicht (mehr) ab?“, sollte daher auch diejenigen Aspekte nicht vernachlässigen, die nicht direkt mit der Ernährung in Zusammenhang stehen. Entspannungsübungen wie Yoga und regelmäßige Bewegung können helfen, Stress abzubauen und auch dem Abnehmen gelassener gegenüber zu stehen. Will das Übergewicht trotz gesunder Ernährung, Diäten, Sport und einer entspannten Lebensweise nicht schwinden, ist ein Gang zum Arzt sinnvoll. Dieser kann gezielter und individueller die Ursachen, warum man nicht abnimmt, untersuchen. Möglicherweise steckt in dem Fall eine Erkrankung hinter dem Übergewicht – beispielsweise kann eine Schilddrüsenunterfunktion Gewichtszunahme verursachen.

Fazit: Warum nehme ich nicht mehr ab? – die Antwort auf diese Frage kann sowohl in der Ernährung als auch in der Lebensweise verborgen sein. Hier hilft es, ehrlich zu sich selbst zu sein und einen prüfenden Blick auf die letzten Wochen zu werfen. Im Zweifel ist auch ein Besuch beim Arzt ratsam: Er kann Erkrankungen als Ursache für den nicht eintretenden Gewichtsverlust diagnostizieren oder ausschließen – und vielleicht sogar mit Tipps weiterhelfen.
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