Brigitte-Diät – Abnehmen mit Tradition

Rezepte für morgens, mittags und abends – die Brigitte-Diät unterstützt das Abnehmen mit sättigenden, kalorienarmen Speisen. Die Grundlagen der Diät werden regelmäßig überarbeitet oder nach Bedarf ausgetauscht, sodass die Diät stets den aktuellen Wissensstand der Forschung wiederspiegelt. Doch wie gut funktioniert Abnehmen mit der Brigitte-Diät? Und wie alltagstauglich ist sie?

Die Grundlagen der Brigitte-Diät:

  • Stundenformel 4-4-10: Zwischen den Mahlzeiten mindestens 4 Stunden Pause, nachts mindestens 10 Stunden Pause.
  • Frauen sollten maximal 1200 kcal und Männer maximal 1500 kcal am Tag zu sich nehmen.
  • 40 Gramm Fett pro Tag sind insgesamt erlaubt.
  • Nach Möglichkeit verzichten die Anwender auf Zwischenmahlzeiten und Snacks.

Bewegung ergänzt das Abnehmen mit der gesunden Mischkost.

Wann ist die Brigitte-Diät entstanden?

Leckere Gerichte gehören zu einer Brigitte Diät dazu

Die Zeitschrift Brigitte ist fast jedem ein Begriff. Sie gehört zu den unsterblichen Klassikern unter den Frauenmagazinen. Das gleiche gilt dabei auch für die Brigitte-Diät, die in den 60er Jahren Einzug in das Blatt fand. Die Brigitte-Diät gibt es dabei im Prinzip gar nicht. Vielmehr ist die Brigitte-Diät als aktuelle Diätserie zu verstehen, die jährlich überarbeitet und teilweise neu durchdacht wird. Sie richtet sich stets nach neuen Erkenntnissen der Ernährungswissenschaft und berücksichtigt diese auch in ihren Rezepten. Unter Experten genießt die Brigitte-Diät ein vergleichsweise großes Ansehen – denn sie ist sehr gut recherchiert und kaum an aktuellen Trends orientiert.

So überrascht es kaum, dass die damals noch kalorienreduzierte Mischkost inzwischen einen großen Wandel durchlaufen hat. Im Januar 2016 kam die neue Brigitte-Diät auf den Markt, ein dreißig Seiten starkes Rezeptheft. Dabei fällt bei der Brigitte-Diät 2016 schnell auf: Mit einer kalorienreduzierten Ernährung hat die Diät nur noch wenig zu tun, stattdessen wird auf viele hochwertige Fette und Eiweiße gesetzt. Warum ist das so?

Kohlenhydrate nur in Maßen bei der Brigitte-Diät

Wurde vor einigen Jahren noch vor allem auf sättigende Kohlenhydrate gesetzt, wenn eine Diät geplant wurde, ist heute bekannt, dass genau diese Bestandteile unserer Ernährung oft für Übergewicht verantwortlich sind.

Kohlenhydrate liefern unserem Körper die leicht zu verwertende Glucose. Sie dient als Energielieferant und Nahrung für die Körperzellen. Gleichzeitig mit dem Anstieg des Blutzuckers wird auch die Produktion von Insulin erhöht. Dieses Hormon trägt zum Transport von Zucker aus dem Blut in die Zellen bei, in der Folge sinkt der Blutzucker mitunter rasch wieder ab. Das ist aus zwei Gründen hinderlich beim Abnehmen:

  • In der Regel wird nicht so viel Glukose verbraucht wie aufgenommen, daher speichern ihn die Zellen – Fettreserven entstehen.
  • Sinkt der Blutzuckerspiegel rasch ab, führt das unweigerlich zu häufigen, starken Schwankungen im Blutzuckerspiegel - und damit zu Heißhungerattacken. Das gilt auch dann, wenn der Körper eigentlich genug Nährstoffe zur Verfügung hat.

Bei einer kohlenhydratreichen Ernährung kann der Körper zudem nur schwer auf seine Reserven in den Fettzellen zurückgreifen. Grund hierfür ist, dass die vermehrte Produktion von Insulin in den Fettstoffwechsel eingreift und die Fettverbrennung hemmt. Zudem sorgt Insulin dafür, dass neue Fettdepots angelegt werden: Der überschüssige Blutzucker wird in Fettgewebe umgewandelt. Eine kohlenhydratarme Ernährung, wie sie 2016 auch die Brigitte-Diät verfolgt, setzt genau an dieser Stelle an. Die Brigitte-Diät reiht sich damit in zahlreiche andere Diät- und Ernährungsformen ein, allen voran beispielsweise Paleo (Steinzeitdiät) und Low-Carb.

Übrigens setzte die Brigitte-Diät zwei Jahre zuvor, also 2014, noch auf Slow-Carb statt Low-Carb. Diese langsamen Kohlenhydrate dehnen sich im Körper aus und nehmen Wasser auf. Sie wirken somit wie ein Schwamm und machen satt. Und das, ohne den Blutzucker hochschnellen zu lassen, wodurch Heißhungerattacken ausbleiben. Zwei Jahre später berücksichtigt die Brigitte-Diät die Kohlenhydrate weiterhin – sie erfüllen immerhin wichtige Funktionen im Körper – reduziert diese aber.

Stundenformel orientiert sich am Biorhythmus

In früheren Diäten galt häufig die Regel, nach 18 Uhr nichts mehr zu essen. Im Alltag vor allem bei vielen Berufstätigen ist dies kaum umsetzbar, schließlich haben nicht wenige Arbeitnehmer erst um 18 Uhr Feierabend oder arbeiten im Schichtdienst. Auch die Brigitte-Diät empfahl in der Vergangenheit, nach sechs Uhr abends nicht mehr zu essen. Die überarbeitete Brigitte-Diät ist jedoch auch in diesem Punkt reformiert und arbeitet nun nach der sogenannten Stundenformel: 4-4-10. Sie gibt an, wie viel Zeit zwischen den einzelnen Mahlzeiten liegen sollte:

  • vier Stunden zwischen Frühstück und Mittagessen
  • vier Stunden zwischen Mittagessen und Abendbrot
  • zehn Stunden über Nacht, also zwischen Abendbrot und Frühstück am nächsten Morgen

Das ist eine Formel, die sich in der Regel auch im Alltag deutlich leichter umsetzen lässt. Die Brigitte-Diät empfiehlt dabei, vor allem abends auf eine eiweißreiche Kost zu setzen. Das Eiweiß am Abend kurbelt die Fettverbrennung an und unterstützt so das Abnehmen im Schlaf. Das Positive an der Stundenformel in der Brigitte-Diät ist die Orientierung am individuellen Biorhythmus. Die Diät funktioniert damit nicht einfach nach Schema F, sondern passt sich dem Alltag des Abnehmwilligen an.

Typisch Brigitte: Charakteristika der Brigitte-Diät im Fazit

Wie genau ist die Brigitte-Diät aufgebaut, die bei Experten so viel positive Resonanz findet? Zum einen hat sie das natürlich vor allem der Tatsache zu verdanken, dass sie stets aktualisiert und erweitert wird. Zum anderen tragen auch ihre individuelle Ausrichtung sowie ihre Ausarbeitung im Detail dazu bei. Mit jeder Brigitte-Diät wird dem Anwender gleichzeitig auch ein detaillierter Ernährungsplan gereicht, der online oder im Heft käuflich erworben werden kann. Einkaufszettel zum Download sowie ein Kochbuch für die im Ernährungsplan ausgewiesenen Gerichte runden das Angebot ab. Das macht die Brigitte-Diät besonders alltagstauglich, denn ein langes Planen der Mahlzeiten und Errechnen der Kalorien entfällt.

Die Zubereitung der einzelnen Mahlzeiten wird jedoch zunehmend zum Kritikpunkt. Sie sollte in Summe maximal eine Stunde pro Tag dauern. Gerade bei moderneren Versionen der Brigitte-Diät kritisieren viele Tester allerdings, dass die Rezepte zu aufwändig für den Alltag seien. Bei der Umsetzung kann die Brigitte-Diät also nur bedingt punkten.

Fazit: Wer durch Diättrends verunsichert ist und im Dschungel der guten Ratschläge zum Abnehmen die Orientierung verliert, ist mit der stets aktuellen Brigitte-Diät gut beraten.

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