BMI-Rechner: Body-Mass-Index (BMI) berechnen

14. März 2019
7 Min.

Der Body-Mass-Index (BMI) oder Körpermasse-Index gilt noch immer als eine der einfachsten und verbreitetsten Methoden, um das Idealgewicht zu ermitteln oder Übergewicht festzustellen. Längst ist der BMI aber in die Kritik geraten. Wieso der BMI-Rechner umstritten ist und wann es doch nützlich sein kann, sein Idealgewicht zu berechnen, lesen Sie hier.

Wie berechnet man den BMI?

Bei der Ermittlung des Body-Mass-Index wird das Gewicht in Kilogramm durch die Größe in Metern zum Quadrat geteilt.

Die BMI-Formel laute wie folgt: BMI = x / (y*y)

Wobei:
x = Körpergewicht in Kilogramm
y = Größe in Metern

Der ermittelte Wert kann anhand einer BMI-Tabelle, die es speziell für Mädchen, Jungen, Frauen und Männer gibt, verglichen werden. Diese gibt Auskunft über Unter-, Ideal- oder Übergewicht.

Ganz einfach BMI berechnen mit unserem BMI-Rechner

Der BMI hat den Vorteil, dass er sehr einfach zu berechnen ist. Entweder anhand der Formel oder – noch simpler – mit unserem BMI-Rechner.

BMI-Rechner

Gewicht:
kg
Körpergröße:
cm

Seinen BMI zu berechnen bietet die Möglichkeit, eine Bewertung des individuellen Gewichts im Verhältnis zur Körpergröße zu erhalten. Vor allem Menschen, die sich unsicher sind, ob sie zu viel wiegen oder wie stark ihr Übergewicht überhaupt ist, setzen daher auf diesen Wert. Nicht immer ist dies jedoch die richtige Lösung. Längst ist der BMI in die Kritik geraten, weil er unter bestimmten Voraussetzungen falsche Ergebnisse liefert. Der BMI sollte daher nur als ein ungefährer Richtwert betrachtet werden.

Idealgewicht berechnen mit dem BMI – ist das sinnvoll?

Eine Waage und ein Maßband: Tippt man Körpergröße und Gewicht in den BMI-Rechner ein, ermittelt dieser den individuellen Wert.

Eine klare Frage, eine kurze Antwort: nein. Es ist nicht sinnvoll, das Idealgewicht mit dem BMI zu ermitteln. Zwar lockt die Einfachheit des BMI-Rechners dies zu tun, sein Ergebnis ist jedoch nach aktuellen Erkenntnissen alles andere als aussagekräftig.

Das liegt unter anderem daran, dass allein schon der Begriff „Idealgewicht“ inzwischen umstritten ist. Er impliziert, dass eine reine Kilogramm-Zahl Aussagen über „gesund“ oder „ungesund“ liefert. Zwar kann die Aussagekraft des BMIs bei deutlichem und starkem Übergewicht noch einigermaßen zutreffen, zumal bei der Einstufung von Adipositas (Fettleibigkeit) noch in drei verschiedene Grade differenziert wird. Gerade aber in den sensiblen Grenzbereichen, wie beispielsweise Ideal- oder Normalgewicht, zeigt der berechnete BMI seine Schwächen.

Normal- und Idealgewicht: Was ist was?

Als Normalgewicht sollte eigentlich, eine Gewichtsspanne verstanden werden, die keine gesundheitlichen Risiken birgt. Im Gegensatz dazu folgt das Idealgewicht ästhetischen Vorgaben und persönlichen Zielen. Für den einen liegt dieses im Rahmen des Normalgewichts, während sich jemand anders durchaus mit ein paar Kilogramm mehr wohlfühlen kann. Der BMI-Rechner, der angeblich das „Idealgewicht“ ermittelt, berücksichtigt diese persönlichen Neigungen nicht.

Richten wir uns nach dem reinen Körpergewicht, sind Menschen mit einem BMI von 25,5 beispielsweise bereits leicht übergewichtig, fallen also nicht in die Einordnung „Idealgewicht“. Anders ausgedrückt: Die Idealgewicht-Tabelle suggeriert, alles, was über das Normalgewicht hinausgeht, sei ungesund. Eine Behauptung, die wissenschaftlich nicht belegbar ist. Denn ein berechneter BMI-Wert von über 25,5 kann beispielsweise auch bei einem stark trainierten und muskulösen Menschen zustande kommen. Da Muskeln deutlich schwerer sind als Fett, gilt der Betroffene laut BMI als übergewichtig, obwohl tatsächlich wenig Fett an ihm zu finden sein wird. Auch die Fettverteilung – beziehungsweise die allgemeinen Körperproportionen – werden bei einem BMI-Rechner nicht berücksichtigt.

Auf die Fettverteilung kommt es an

Der BMI wird häufig berechnet, um das individuelle Gesundheitsrisiko einzuschätzen. Experten kritisieren jedoch, dass der BMI weder den Anteil an Körperfett noch dessen Verteilung berücksichtigt und deshalb hierzu kaum geeignet ist. Ein BMI-Rechner fragt durch die Gewichtsangabe ausschließlich danach, ob Fettpolster vorhanden sind – jedoch nicht, wo diese liegen. Gerade aber die Verteilung des Körperfetts ist entscheidend für das gesundheitliche Risiko.1

Menschen, deren Körper der sogenannten Birnenform entsprechen, also die somit kleine Fettpolster an Hüfte und Po haben und laut BMI etwas übergewichtig sind, leben einigen Studien zufolge länger und gesünder als Personen, die laut BMI-Tabelle als idealgewichtig eingestuft wurden.2

Bauchfett hingegen, oder die sogenannte Apfelform, gilt als gefährlich und kann in Zusammenhang mit gesundheitsschädlichen Begleiterscheinungen stehen.2 Hierzu zählen beispielsweise Diabetes Typ II, Bluthochdruck und kardiovaskuläre Erkrankungen, also ein höheres Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko.

Der BMI-Rechner für Kinder

Der herkömmliche BMI ist für die Ermittlung von Unter-, Ideal- und Übergewicht auch bei Kindern eher mit Vorsicht zu genießen. Denn diese durchlaufen in ihrer Entwicklung unterschiedliche Phasen, in denen das Gewicht stark schwankt. So wirken viele Kinder beispielsweise im Alter von sechs Jahren oft zu dünn und würden von der herkömmlichen BMI-Tabelle als untergewichtig eingestuft – was aber letztendlich nur mit einem größeren Wachstumsschub in Verbindung steht.3 Das Gewicht ist in diesem Fall also tatsächlich normal und gesund.

Wer unbedingt auf einen BMI-Wert zurückgreifen möchte, sollte daher einen BMI-Rechner für Kinder und Jugendliche wählen. Besser jedoch ist die Einschätzung eines Kinderarztes, um Klarheit über das Gewicht des Kindes zu bekommen. Dieser kann bei Bedarf auch einen Ernährungsplan zur Gewichtszunahme oder -abnahme ausarbeiten.

Fazit: Der BMI kann allenfalls einen ersten Anhaltspunkt zur Bewertung des Gewichts geben. Um das Idealgewicht zu berechnen, ist er jedoch nicht geeignet, sofern er alleine angewendet und nicht durch weitere Körperfettmessungen ergänzt wird.